Kerstin Brückweh

Die Historikerin Kerstin Brückweh ist Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt und Privatdozentin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Sie forscht derzeit vor allem zur Geschichte Ostdeutschlands und zur Eigentumsgeschichte. In Bielefeld wurde sie mit einer Arbeit zur deutschen Geschichte promoviert („Mordlust. Serienmorde, Gewalt und Emotionen im 20. Jahrhundert“) und wechselte dann für sechs Jahre an das Deutsche Historische Institut London. Mit der dort entstandenen Schrift „Menschen zählen. Wissensproduktion durch britische Volks­zählungen und Umfragen vom 19. Jahrhundert bis ins digitale Zeitalter“ habilitierte sie sich anschließend an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Danach war sie an den Universitäten Trier und Duisburg-Essen angestellt und leitete die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989“ am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Vor dem Studium arbeitete Kerstin Brückweh drei Jahre als Buchhändlerin und nach der Doktorarbeit zwei Jahre als Redakteurin für Politik, Wirtschaft und Geschichte.

Foto von: Clara Bahlsen